Mini - A.R.K.

Die Mini-Asymmetrische Radiale Keratotomie für eine chirurgische Korrektur in den Anfangsstadien des Keratokonus, für Hypermetropie und leichte Kurzsichtigkeiten.

Von Massimo Lombardi

Zusammenfassung:

Die Autoren stellen eine neue chirurgische Technik (die Mini-A.R.K.) vor, die in der Lage ist einen Keratokonus in Augen mit normalen AXL, Hypermetropie und leichter Kurzsichtigkeit zu korrigieren. Diese Technik wurde von den Autoren entwickelt und von Ihnen seit 1994 angewendet. Der Gebrauch der Mini A.R.K erlaubt, die Entwicklung des Keratokonus anzuhalten und es erlaubt dem Patienten, ein normales Leben zu leben. Die Autoren stellen Ergebnisse einer neuen Technik vor, die von Ihnen zur Verbesserung des Keratokonus in frühen Stadien (1) bei Autoren mit normaler Biometrie der Achsenlänge (AXL), Weitsichtigkeit oder leichter Kurzsichtigkeit, der sogenannten A.R.K. 1994 stellten sie die innovative Technik der A.R.K (2) zur chirurgischen Korrektur des Keratokonus in den Stadien I, II und in einzelnen Fällen III. Die Technik besteht darin, radiale Schnitte auszuüben, die in Hinsicht auf die Anzahl der Schnitte je nach Ausprägung des Keratokonus unterschiedlich sind. Durch die A.R.K. wird der Hornhautkegel abgeflacht, und gleichzeitig wird die Kurzsichtigkeit verringert. Daraus ist ersichtlich, dass eine Operation in den Anfangsphasen nicht nur eine Korrektur des Keratokonus ermöglicht, sondern auch eine komplette Wiederherstellung der Sehleistung, wie vor dem Ausbruch des Keratokonus, bei einem geboren weitsichtigem Menschen hingegen, würde die Weitsichtigkeit verstärkt. Um diesen Fehler zu korrigieren wenden wir die R.K. (3) an.

Die Möglichkeit, die Mini R.K bei Keratokonus zu nutzen, wurde durch den neuen Hornhaut-Topographen Optikon 2000, dem sogenannten Keratron ermöglichst. Eine solcher Topograph kann ein „richtige“ Hornhauttopographie erstellen den es erarbeitet wird, da benutzt es neue Algorithmen liefern. Diese Topographien habe uns gezeigt, dass der Keratokonus sich in den Anfangsphasen vor allen Dingen in parazentralen Bereichen entwickelt (4). Dieser Bereich kann problemlos mit den kleinen Einschnitten der Mini-A.R.K. bearbeitet werden. Durch diese Technik können wir unserer Ziel erreichen: Stärken der vom Keratokonus geschwächten Bereiche ohne ungewollte Effekte der Weitsichtigkeit.

Materialien und Methoden

Von Keratokonus betroffene Patienten unterziehen sich einer Behandlung, die folgendes beinhaltet:

1. Pachimetrie

2. Keratometrie

3. Messung des Augeninnendruckes

4. Messung der Hornhautstärke

5. Messung des Fehlsichtigkeit (in Zykloplegie)

6. Endotelialmikroskopie inklusive Zellzählung und Zellmorphologie

7. Biometrie A-Scan

8. Untersuchung des vorderen optischen Segmentes mittels E.A.S 1000 von Nidek, sowohl Bewertung der Transparenz, als auch der Regelmäßigkeit der Hornhautkrümmung

9. Fotoskeratoskopie der Hornhaut mittels des Keratron von Optikon 2000. Es wird unter anderem Geschlecht und Alter geschätzt.

Wenn beide Augen betroffen sind, operieren wir normalerweise das schlechtere Auge zuerst und zu einem späterem Zeitpunkt das Bessere. Der Patient wird in der Zwischenzeit einer Therapie mit Vitaminen A, E, C unterzogen, die gezeigt haben, dass Sie die Trophiefähigkeit der Hornhautzellen verbessern. Das Endergebnis wird von verschiedenen Variablen beeinflusst, die wie folgt zusammengefasst werden können:

1. Durchmesser der optischen Zone

2. Anzahl der Schnitte

3. Tiefe der Schnitte

4. Prozentsatz der eingeschnittenen Hornhaut

5. Weite des Winkels der mit der Mini – A.R.K. behandelten Hornhaut

6. Qualität der Klinge

7. Erfahrung des Chirurgs im Bereich der refraktiven Einschnittschirurgie.

Anwendungsbereiche der Mini-A.R.K sind:

1. Keratokonus in Phase I bei Patienten mit normaler AXL, Weitsichtigkeit und leichter Kurzsichtigkeit.

2. Keratokonus in Phase II (nur in ausgewählten Fällen) bei Patienten mit normaler AXL, Weitsichtigkeit und leichter Kurzsichtigkeit.

Die einzigen Kontraindikationen betreffen das Vorhandensein zentraler Leukome mit Interferenz in der Sichtachse. In technischer Hinsicht beinhaltet der Eingriff folgende Schritte:

1. Markierung der zentralen optischen Zone mit einem 3,5 oder 4,5 mm Marker je nach Lage der Erhebung des Keratokonus.

2. Zweite Markierung der optischen Zone mit einem 7,5 oder 8,5 mm Marker zur Lokalisierung des Kegels.

3. Mittels Goniometer Eingrenzung des Teils der Hornhaut, die vom Keratokonus befallen ist.

4. In dem durch die drei Markierungen eingegrenzten Bereich sind kleine radiale Einschnitte notwendig, um ein Abflachen der Hornhaut zu ermöglichen. Dies können eins bis sieben Schnitte sein, je nach Größe der betroffenen Fläche und einer eventuellen Kurzsichtigkeit.

Da die Mini-A.R.K zur chirurgischen Behandlung des Keratokonus in frühen Phasen angewendet wird, ist der Eingriff generell konservativ, gewöhnlich werden maximal die Einschnitte vertieft.


Lombardi Eye Clinic
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