Radiale Keratonomie für starke Kurzsichtigkeit

von Lombardi Massimo

Zusammenfassung:
In diesem Werk erklären die Autoren, wie starke Kurzsichtigkeit und starke Kurzsichtigkeit mit Astigmatismus mit der radialen Keratonomie korrigiert werden können, die fälschlicherweise für nicht korrigierbar mit dieser Methode gehalten werden.

Es ist nach wie vor die Meinung verbreitet, auch unter einigen Arztkollegen, dass die radiale Keratonomie eine refraktive Chirurgie sei, die in der Lage sei kurzsichtige Refraktionen zu kor-rigieren wenn diese nicht stärker als –5, -6 Dioptrien sind. Wir hatten schon in der Vergangen-heit die Möglichkeit, diese Annahme zu wiederlegen; nicht in Worten, sondern indem wir als Beweis unsere Kasuistik (1) bringen. Heute sind wir in der Lage das Behauptete zu bestäti-gen, anhand einer hohen und stets steigenden Anzahl von operierten Patienten und sorgfälti-gen Nachfassschreiben über einen langen Zeitraum. Angesichts der immer das zunehmenden Anzahl von Kollegen, die die Radiale Keratotomie anwenden, auch mit Ergebnissen zwischen -6 und -8 Dioptrien, halten wir die Erreichung einer optischen Verbesserung bis zu diese Grenzen für wahrscheinlich und können die Möglichkeit beweisen einen Erfolg bei über 10 Dioptrien zu erzielen. In Betracht gezogen werden dabei Kurzsichtigkeiten zwischen -10 und -26 Dioptrien, d.h den kugelförmigen zum zylindrischen Teil summierend, haben wir versucht die kurzsichtige Fehlsichtigkeit und den Astigmatismus mit einem chirurgischen Akt zu korrigieren, ein eventuell verbleibender Restfehler kann dann auf Wunsch des Patienten sechs Monate nach dem Eingriff korrigiert werden.

Materialen und Methoden
Wir habe folgende Instrumente zur Erhebung benutzt:
1. Ophtalmometer von Haag-Streit
2. optisches Pachymeter von Haag-Streit
3. Tonometer zur Applanation von Goodmann
4. Zirkel von Castroveyo
5. Ecobiometer Bio comp
6. Ottotyp zur Vorführung von Müller
7. Autorefraktometer 1600 von Nidek

Folgend chirurgische Geräte haben wir benutzt:
1. Mikroskop Zeiss OPM 1-16, stattet aus davon ebnet für die Kontrolle des coassilità
2. Keratometer intraoperatorio Terry
3. Marker des Institutes Fyodorov
4. Diamantenskalpell immer ausgezeichnet scharf vom Institut Fyodorov, vom englischen Hersteller Micra und vom französischen Hersteller Moria

Die 12 Einschnitte, oder 16 wie in den ersten behandelten Fällen vom Januar '85 bis zum Februar '86, wurden nach der Technik des Institutes Fyodorov ausgeführt, von aussen nach innen mit verschiedenen Tiefen auch mehr als 90% der Hornhautdicke mit einer unverletzten opti-sche Zone von mindestens 3mm.
Vor dem Eingriff haben wir die Augen der Patienten mit 2-3 Tropfen 0,4%iger Oxybuprocaine behandelt, ohne eine generelle pharmakologische Therapie vor dem Eingriff vorzunehmen. Am Ende des Eingriffs haben wir die Augen des Patienten mit Gentamycin und Fluorometho-lone behandelt. Seit 1985 operierten wir bis heute 567 Augen: von diesen waren 369 männli-chen Geschlechts und 198 weiblichem Geschlechts. Das Alter der Patienten la zwischen die 19 und 61 Jahren.
Für eine richtige Entwicklung des Operationsprogramms haben wir folgende Parameter bewertet:
1. Geschlecht
2. Alter
3. Sehdefekt erhoben in Zykloplegie durch Schiaskopie und mittels automatischem Auto-refraktometer
4. waagerechter und senkrechter Hornhautdurchmesser
5. Keratometrie
6. Augentonometrie von Basis und unter Ladung
7. Pachymetrie
8. Ecobiometrie A-Scan
9. Koeffizient der Hornhautelastizität

Die Daten wurden nach 6, 12, 24 und 36 Monaten erhoben.
Die Kurzsichtigkeiten wurden in vier Gruppen unterteilt:
1. eine Gruppe von -10 bis zu -14 Dioptrien bestehend aus 325 Fällen
2. eine Gruppe von -14,25 bis zu -18 Dioptrien bestehend aus 144 Fällen
3. eine Gruppe von -18,25 bis zu -22 Dioptrien bestehend aus 80 Fällen
4. eine Gruppe von -22,25 bis zu -26 Dioptrien bestehend aus 18 Fällen

Resultate
Der Resultate der letzten Kontrolle, die 36 Monate nach der Kontrolle erhoben wurde, sind die folgenden:
Die erste Gruppe mit 325 Augen bestand aus (Tabelle 1):
- 179 Fällen mit Emmetropie (was etwa 55% entspricht) mit + -0,75 Dioptrien
- 16 Fällen mit Hypermetropie, die nicht höher als +3 Dioptrien waren
- 130 Fällen mit Kurzsichtigkeit zwischen -0,75 und –3 Dioptrien

Die zweite Gruppe mit 144 Augen bestand aus (Tabelle 2):
- 64 Fälle mit Emmetropie (was etwa 44% entspricht) mit + -0,75 Dioptrien
- 1 Fall von Hypermetropie mit + -1,25Dioptrien
- 79 Fälle von Kurzsichtigkeit zwischen -0,75 und -5,25 Dioptrien

Die dritte Gruppe mit 80 Augen bestand aus (Tabelle 3):
- 32 Fälle von Emmetropie (was etwa 40% entspricht) mit + -0,75 Dioptrien
- 0 Fälle von Hypermetropie
- 48 Fälle von Kurzsichtigkeit zwischen -0,75 und -3,50 Dioptrien

In vierte bestehende aus Gruppe von 18 Augen hatten: , Tabelle 4,
- 5 Fälle von Emmetropie (was etwa 26% entspricht) mit + -0,75 Dioptrien
- 0 Fälle von Hypermetropie
- 13 Fälle von Kurzsichtigkeit zwischen -0,75 und –7 Dioptrien

In der letzten Kontrolle konnten wir eine absolute Korrektion oder substanzielle Verbesserung der anfänglichen Fehlsichtigkeit feststellen, genauso wie eine effektive Verbesserung der Sehschärfe.
Genauer gesagt handelte es sich bei den Verbesserungen um:
In der ersten Gruppe betrug die Sehschärfe nach dem Eingriff statt 20% 40% mit Brille.
In der zweiten Gruppe betrug die Verbesserung zwischen 20 und 30%
In der dritten und vierten Gruppe betrugen die Verbesserungen zwischen 10 und 20%

Diskussion und Schlussfolgerungen
Von 567 mit der radialen Keratotomie nach der russischen und von Dr. Lombardi überarbeiteten Methode operierten Augen wurde in 280 Fällen wurde eine totale optische Korrektion er-reicht (ca. 50%), aber am wichtigsten ist, dass von den restlichen 287 Fällen die resultierende Fehlsichtigkeit in 153 Fällen lediglich bei -1,50 Dioptrien und in weiteren 125 Fällen zwischen -1,50 und -4 Dioptrien. In den restlichen 9 Fällen resultierte eine Kurzsichtigkeit zwischen -4D und -7D gehabt, was, wenn man die Ausgangswerte von über 18 Dioptrien und das junge Al-ter der Patienten betrachtet. Als Probleme nach der Operation haben wir genau die gleichen Effekte wie nach einer Radialen Keratotomie, d.h.:
Kurzfristig: Lichtempfindlichkeit und Tränenbildung, Fremdkörpersinn, nächtlichen Strahlen (the glares).
Mittelfristig: schwankende Sicht und Stabilisierung der Hornhaut in 3 bis 6 Monaten.
Der einzige Unterschied, den man in Hinsicht auf die routinierten Eingriffe feststellen kann ist die Periode nach der Operation, die sich über etwa 45-60 Tage erstreckt. Aus dem vorange-henden Diskurs geht klar hervor, dass es heute möglich wäre Kurzsichtigkeiten bis zu 22 Dioptrien zu überwinden und in einige Sonderfälle sogar mehr.
Dott. Lombardi und seine Mitarbeiter führen aus diesem Grund eine gewissenhafte Prüfung des Patienten und eine sorgfältigen Analyse bereits erhobenen Daten durch, um die Anwe-senheit von einigen besonderen Faktoren herauszustellen, indem sie sich gegenseitig austauschen wird eine Erhöhung der Wirkung des Eingriffs gewährleistet. Heute, drei Jahre nach den Eingriffen können wir sagen, dass die Ergebnisse gewiss fest und endgültig sind.

Detalliertere Informationen
Bibliographie
1. Cheratomia Radiale in miopie elevate: Acta Medica Latina - Anno IX n. 1 - gennaio 1986.
2. Levy, Shachar: Keratorefraction.
3. Shachar, Black, Huang: Understanding radial keratomy.
4. Neumann A.C., Osher R.H., Fenzi R.E.: Radial Keratotomy: a comprensive evaluation.


Lombardi Eye Clinic
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